198. Brief über den Umgang mit syrischen Flüchtlingen

An Sie alle,

dies ist mein 198. Brief an Sie!

Jeden Tag sehen wir im Fernsehen, hören wir im Radio, lesen wir in Zeitungen und Internet, was in Syrien passiert. Wir sehen die Gesichter der gequälten Menschen und die Zerstörungen, die dem Land zugefügt werden.
Und jeden Tag reden Sie, Herr Aussenminister von politischen Lösungen.
Die Menschen aber scheinen Ihnen egal zu sein.
Syrische Flüchtlinge werden genau so menschenverachtend und zynisch behandelt, wie alle anderen Menschen in Not, die in dieses Land kommen.
Jetzt soll ein 20jähriger traumatisierter Kriegsflüchtling aus Syrien von seiner in Österreich lebenden Familie getrennt werden, weil er das Pech hat, nur über Bulgarien bis Österreich gelangt zu sein.
Bulgarien = EU = Dublin.
Tatsache aber ist, dass die Bedingungen in Bulgarien ähnlich wie in Griechenland oder Polen katastrophal sind für Menschen auf der Flucht. Und Tatsache ist auch, dass der junge Mann zu seiner Familie gehört, auch wenn er auf dem Papier schon volljährig ist.

Ändern Sie die menschenverachtende, eines demokratischen Staates unwürdige und lebensbedrohliche Asylpolitik, sofort!

Dr. Susanne Scholl

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