VINDEX bedankt sich

An alle Vereinsmitglieder, UnterstützerInnen und FörderInnen, Freunde und Freundinnen von Vindex!

Hiermit möchten wir uns im Namen des Vereins „Vindex – Schutz und Asyl“ bei allen Menschen bedanken, die in diesem ersten dreiviertel Jahr mitgeholfen haben, den Verein nicht nur zu verwirklichen, sondern auch auf stabilere Füße zu stellen, und die uns mit finanzieller Hilfe, mit Tat und Wohlwollen unterstützt haben in dem Bemühen, Flüchtlingen zur Seite zu stehen und unsere Hand zu reichen.

Der Verein „Vindex – Schutz und Asyl“ ist seit April dieses Jahres als gemeinnützig eingetragen, unsere Vereinsmitglieder setzen sich zusammen aus aktiven VorarlbergerInnen, Konventionsflüchtlingen und asylsuchenden Menschen. Die Tätigkeit ist breit gefächert:

Wir begleiten und beraten Menschen in ihren Asylverfahren, zu den sog. Interviews (die eher sehr massiven Verhören gleichen), wir hören den Menschen zu, wir schenken ihnen Zeit und Geduld.

Wir versuchen anerkannten Konventionsflüchtlingen in Sachen Deutschkenntnisse und Arbeitsuche behilflich zu sein. Wir versuchen integrative Gruppen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen zu initiieren, damit diese gemeinsame Tätigkeiten verrichten. So konnten wir Nähtreffen und Gesprächsnachmittage abhalten, wo neben dem Nähen oder beim Teetrinken Deutsch gesprochen und geübt wurde.

Neben der Gründungs-Veranstaltung „Asyl ist Menschenrecht“ im April, bei der uns das Theater Kosmos die Räume zur Verfügung stellte, ermöglichte uns auch der Spielboden Dornbirn in einer Filmreihe zu Flüchtlingsthemen, uns zu präsentieren.

Wir haben in Schwarzach einen „Vindex Freundschaftsclub“ gegründet, in dem einheimische Kinder zusammen mit Kindern und Jugendlichen von Asylwerbern und Flüchtlingen malen, basteln, an einem Basar teilnahmen, rodeln, Eislaufen gehen, baden und Minigolf spielen usw., um Vorurteile abzubauen,  Kontakt und Beziehungen zu ermöglichen und kreative und Bewegungsangebote zu schaffen, während wir ihre Eltern darin unterstützen, selbst wieder Boden unter den Füßen zu bekommen.

Wir haben den Umbrella-March am Internationalen Weltflüchtlingstag in Bregenz organisiert, konnten uns österreichweit mit anderen NGO`s vernetzen und eine Zusammenarbeit aufbauen. Mitglieder der Vereins haben an Fortbildungen teilgenommen, konnten die „Profis“ unter uns (also die Flüchtlinge selbst) mit asylrechtlichem Know how befähigen, um ihr erweitertes Wissen an Asylsuchende in Muttersprache weiter vermitteln zu können. Wir haben beigetragen, anerkannten Flüchtlingen zu Aus- und Weiterbildungen entsprechend ihren persönlichen Neigungen zu verhelfen. Wir haben gebrauchte Möbel aus verschiedenen Orten in Vorarlberg eingesammelt und in Flüchtlingswohnungen gebracht, um diese gemütlicher und wohnlicher zu machen. Wir wurden für ein Catering am Wahlabend der Nationalratswahl geordert und haben dadurch weitere Anfragen erhalten.

Wir haben durch unseren Einsatz – durch Unterstützungsmails, persönliche Vorsprachen auf den Bezirkshauptmannschaften, in Gesprächen mit LR Schwärzler, durch Presse- und weitere Öffentlichkeitsarbeit über unsere Homepage und facebook – zumindest mitgewirkt, dass für zwei Familien aus dem Libanon bzw. Tschetschenien ein humanitäres Bleiberecht bzw. die Vergabe der Rot-Weiß-Rot-Karte plus erzielt werden konnte und für zwei junge Pakistanis, die noch minderjährig ins Land kamen, eine Aufenthaltsberechtigung erteilt wurde.

Einen durch eine Minenexplosion erblindeten Mann konnte unsere Geschäftsführerin Eva Fahlbusch durch ihr Vorsprechen bei der BH Bludenz vor der Abschiebung retten und ihn nun im Kreise seiner Angehörigen hier seine Sicherheit und auch Würde ermöglichen.

Für den dritten jungen Pakistani Usman, der ebenfalls minderjährig ins Land kam, steht die Entscheidung leider immer noch aus, trotz bereits längst positiv geäußerter Zusagen seitens des Landesrats. Wir hoffen und wünschen aus ganzem Herzen, dass auch dieser junge Mann, der alles getan hat, was ihm möglich war, um mitzuwirken und zu beweisen, dass seine Angaben echt sind, nun endlich bald an eine Zukunft in Sicherheit und Frieden denken darf.

Seit der Vereinsgründung im April hat unsere Geschäftsführerin Eva Fahlbusch über 450 Stunden für Beratungen von Asylwerbern und Flüchtlingen aus 11 Nationen aufgewendet; von Flüchtlingen, die im Verein Vindex mitarbeiten, wurden über 55 Stunden Dolmetsch-Tätigkeit ausgeübt.

Wir arbeiten viel, aber wir erleben im Ausgleich dazu sehr viel Schönes – sowohl im Kontakt mit den Flüchtlingen, als auch in der Bereitschaft immer mehr werdender VorarlbergerInnen, sich zu engagieren.

Bedanken möchten wir uns auch für die vielen, sehr herzlichen Dankesworte, die in der letzten Zeit bei uns eingegangen sind. Diese waren sehr berührend! Sie haben in ihrer Wärme und Anteilnahme vor allem aber auch gezeigt, wie vielen Menschen es ein tiefes Bedürfnis ist, entgegen aller politischer Entwicklungen Europas, „dicht zu machen und sich abzuschotten“, sich einzusetzen und sich zu engagieren. Dies alles bestärkt uns in der Richtigkeit unseres Tuns und den begonnen Weg weiter zu beschreiten!

Für die vielfältigen Formen der Unterstützung sagen wir vielen herzlichen Dank und wünschen Allen ein gesundes und zufriedenes Jahr 2014.

Peter Mennel, Obmann
Eva Fahlbusch, Geschäftsführerin

 

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