Ostersonntag in Alberschwende – Ein Dorf kämpft um seine syrischen Mitbewohner

Die kleine Gemeinde Alberschwende im Bregenzer Wald kämpft entschlossen und mit großem Zusammenhalt für ihre neuen syrischen Mitbewohner, denen ein ordentliches Asylverfahren in Österreich aufgrund einer KANN-Bestimmung verweigert wird.

Die Regelung „Dublin III“ (an die sich europäische Länder halten können, aber nicht müssen) ist eines der zynischsten Gesetze überhaupt: Flüchtlinge werden ja nicht in ihre Heimatländer abgeschoben, sondern „nur“ in das europ. Land, in dem sie zuerst von der Polizei aufgegriffen wurden. Ob es sich dabei um Länder handelt, deren Umgang mit Flüchtlingen derartig grausam ist, dass man dabei schon von Folter sprechen kann, ist den abschiebenden Behörden einerlei. Ungarn hat diese jungen Männer, die in Alberschwende nun so herzlich aufgenommen wurden, jedenfalls aufs Äußerste schlecht behandelt, wie in dem ergangenen Manifest der Bürgermeisterin Schwarzmann genauer nachzulesen ist.
Deutschland hat sich bereits für die Möglichkeit des „Könnens und nicht Müssens“ entschieden, denn auch dort sind folterähnliche Methoden aus Ungarn bekannt geworden.

Sind Flüchtlinge ja obendrein schon traumatisiert genug, sie sind vor dem Krieg geflohen, der in Syrien auf mehreren Ebenen tobt!

Das Besondere nun an diesen Fällen mit den jungen Syrern ist der Widerstand der Alberschwender Bürgerinnen und Bürger.
Sie nehmen nicht schweigend hin, dass „ihre Jungs“ nun wieder abgeschoben werden sollen.
Sie nehmen das Dublin-Gesetz nicht einfach hin, sie machen auf die Perversion dieses Gesetzes aufmerksam, sie setzen auf die von Österreich unterschriebene Konvention der Menschenrechte und fordern deren Einhaltung.

Ein Dorf wehrt sich gegen die Unmenschlichkeit!
Immer mehr Menschen widersprechen der Auslegung der zynischen Asylgesetze.
Die Zivilgesellschaft fordert immer lauter die Einhaltung und Durchführung des Menschenrechts auf Asyl.

Dieses Beispiel ist Anregung für zivilgesellschaftlichen Protest und ebenfalls Anregung für die Politik die Haltung und Gesetze entsprechend der Menschenrechte zu ändern!

Unterstützen wir die Gemeinde Alberschwende!
gemeinde@alberschwende.at oder angelika.schwarzmann@alberschwende.at
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