10. Dezember: Internationaler Tag der Menschenrechte

Heute eine verzweifelte Anfrage einer engagierten und verzweifelten Vorarlbergerin mit der Bitte um Unterstützung:

„Der unten Genannte wurde am Sonntag, 8. 12. 2013, um ca. 8 Uhr morgens von der Polizei in Handschellen aus dem Flüchtlingshaus in der Waldburgstraße in Nüziders abgeholt und ins PAZ Bludenz gebracht. – Ehrenamtliche Betreuungspersonen der Caritas haben die Auskunft bekommen, er soll…e in Kürze über Zürich in seine Heimat Pakistan abgeschoben werden. Es handelt sich um Kamran Y., geb. in Gujranwala, Pakistan; röm. kath. getauft  (Kopie aus der Heimatpfarre liegt vor). Kamran hält sich seit ca. 1 Jahr in Österreich auf; er ist geflüchtet weil er in seiner Heimat als Christ verfolgt wurde und seines Lebens nicht mehr sicher sein konnte, die Polizei aber auf der Seite der angreifenden Muslime stand. Unter der Aktenzahl  xxx ist sein „Asylverfahren“ gelaufen, bei dem er angeblich „nicht davon überzeugen konnte, dem christlich-katholischen Glauben angehangen und diesen praktiziert zu haben“. – Es war eine katastrophale Befragung, deren Analyse und Bewertung wir an den Verfassungsgerichtshof geschickt haben, zusammen mit 87 Unterschriften von Christen aus der kleinen Pfarre Herz-Märia mit der Beantragung von Verfahrenshilfe für Kamran. Ergebnis: keine Verfahrenshilfe bewilligt, jetzt Schubhaft.“

Gerade erst kürzlich hat Österreich 500 (Fünfhundert!!!) christlichen Syrern die Zusage auf Asyl gegeben, über weitere 500 wird verhandelt! Das ist Österreichs Angebot an Syrien, während dort tagtäglich Kinder, Frauen und Männer dem grausamen Krieg zum Opfer fallen. Welche Logik in diesem Angebot Österreichs liegt, entzieht sich normalem Verstand. Es stellt sich allerdings die Frage, warum christliche Syrer kommen dürfen und warum christliche Pakistanis verhaftet und abgeschoben werden? Welche Logik muss jetzt hier zum tragen kommen? Was sagen gläubige Christen hierzu? Was sagen die Kirchenvertreter? Es stellt sich ebenfalls die Frage, was für Kooperationsvereinbarungen mit der Schweiz getroffen wurden oder ob das unter „Nachbarschaftshilfe und Gentlemen agreement“ läuft? Wer veranlasst dies? Müssen wir jetzt einfach hinnehmen, dass wir wissen, dass morgen oder übermorgen wieder ein Mensch schulterzuckend auf Gedeih und Verderb in sein Heimatland überstellt wird?

Oder können und müssen wir doch laut protestieren?

10. Dezember: Internationaler Tag der Menschenrechte!
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