Mitgliedschaft und Spenden

Vindex – Schutz und Asyl bietet Beratung und Unterstützung für Flüchtlinge kostenlos an -gleich ob sie noch im Asylverfahren sind oder dieses bereits abgeschlossen haben-.

Vindex – Schutz und Asyl verfügt über keinerlei öffentlichen Förderungen oder Bezuschussungen, sondern lebt derzeit ausschließlich durch zivilgesellschaftliches Engagement.

Um das Beratungsangebot und den Aufbau des Vereins weiter voran bringen zu können, braucht es die Aufrechterhaltung und Finanzierung der Anstellung der Geschäftsführung und weitere ehrenamtliche Mitarbeiter/innen. Um diese finanzieren zu können, braucht es Ihre Mithilfe.

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Wenn Sie sich für die Arbeit von Vindex – Schutz und Asyl interessieren und diese unterstützen möchten, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Sie können:
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  • ordentliches Fördermitglied werden, also einen regelmäßigen Beitrag leisten und aktiv an der Vereinsarbeit mitarbeiten oder eigene themenbezogene Aktivitäten innerhalb des Vereins anbieten
  • Spender werden
  • Benefizveranstaltungen zugunsten des Vereins durchführen
  • Sie können weitere Mitglieder und Förderer für Vindex finden
Wir bieten:
  • Jegliche Spende oder finanzielle Unterstützung wird ausschließlich der Vereinstätigkeit im Engagement für Flüchtlinge zu gute kommen
  • Wenn Sie dies wünschen, bekommen Sie regelmäßige Informationen über unsere Tätigkeiten und Projekte per Email
  • Absolute Anonymität oder aber auch die Veröffentlichung Ihres Namens wenn Sie dies ausdrücklich wünschen

Derzeit kann der Verein noch keine steuerliche Absetzbarkeit bieten, da das Spendengütesiegel erst nach drei Jahren Tätigkeit beantragt werden kann und auch kostenintensiv ist (www.osgs.at/faq)

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Ein Gedanke zu „Mitgliedschaft und Spenden“

  1. Das unwürdige Schauspiel mit Mindestsicherungen und Flüchtlingsspenden-Inkasso. Zuletzt die perfide, unwahre Behauptung, die öffentliche Sicherheit in Österreich wäre gefährdet. Stattdessen: Die kalkulierte Gefährdung der öffentlichen Sicherheit auf den griechischen Inseln und in Süditalien.
    Eine österreichische Mauer in Mazedonien. Menschen-rechtswidrige Kurzverfahren an den hochgezogenen Grenzen. Das Propagieren einer „Festung Europa“.. – Not in my name, it´s a shame.

    SCHLITTERN IN SUGGESTIVPOLITIK

    Die Abspaltung der österreichischen Regierungspolitik vom Mainstream der Interpretation der Europäischen und internationalen Rechtsordnung zu Menschenrechtsfragen beinhaltet für das Land dramatisch verändernde Elemente. Für die, die nicht klarsehen können, was diese boulevard-getriebene Verelendungspolitik für Österreich konkret bedeutet: Am Ende dieser haltlos gleitenden Performance steht unweigerlich prozessimmanent eine Orbanisierung dieser Republik. Schlüssige Nachweise dazu werden nahezu tagtäglich erbracht.
    Niemand sollte sich darüber Illusionen machen: Wer sich derartig billig einer Vereinfachung und Trivialisierung elementarer Grundlagen der Menschenrechte hingibt und diese als Regierende zur öffentlichen Disposition stellt, gibt damit auch Steuerungen auf, die sonst notwendiger Weise präventiv vor gesetzwidrigen Haltungen und Handlungen Einhalt gebieten. Suggestion ersetzt Rechtstaatlichkeit. Der Schutzstatus Schwächster wird im öffentlichen Diskurs und in der Meta-Kommunikation auch unter der Beteiligung von Regierungsmitgliedern zum Status potentiell Krimineller oder zumindest potentiell Rechtloser umfunktioniert, Kollateralschäden durch Herabsetzung zur Sicherung von Mindeststandards gewährter Sozialleistungen auch für die eigene bedürftige Bevölkerung werden mit in Kauf genommen. Zumindest damit spekuliert.
    Dieses bewusst kalkulierte Schlittern über primär ungesicherte rechtsstaatliche Zustände wird nur durch eine Folge-Konzeption des Staatlich-Autoritären zu stoppen sein. Dass in Europa und eben auch innerhalb der EU solche Übergänge in autoritäre Staatsformen schleichend und beängstigend schnell möglich sind, zeigen die Entwicklungen in Ungarn und Polen mehr als deutlich. Die Muster dafür sind eigentlich für alle sichtbar gezeichnet und liegen vor.
    Um zu erkennen, was uns noch wesentlich unterscheidet, muss in diesem Zusammenhang kritisch auf die Medien-Entwicklung in diesen östlichen EU-Staaten hingewiesen und ein Vergleich zu unserer Situation gezogen werden: Während man den Eindruck hat, dass ORF und Qualitätsmedien in eigenständiger Distanz zur Regierungspolitik in diesen gesellschaftspolitisch elementaren Fragen eine differenzierte Berichterstattung verfolgen, ist das in manchen Staaten der EU in dieser Form offensichtlich nicht mehr möglich.
    Vor höhnender Überheblichkeit gegenüber unseren östlichen Nachbarn sei allerdings gewarnt: Was in Kärnten mit dem ORF nach der „Machtübernahme“ der FPÖ noch unter Haider geschah, daran sei mit Schaudern und als Beleg erinnert, wie dünn in noch angespannteren Situationen zivilgesellschaftliche Errungenschaften zur Sicherung der Presse-Freiheit auch in Österreich fundiert sein könnten.

    TIEFE IRRITATION ÜBER BOULEVARDGETRIEBENE INNEN- UND AUSSENPOLITIK

    Irritiert beobachten unzählige der engagiertesten Österreicherinnen und Österreicher, was hier innerstaatlich durch diese Regierung abgeht: Ein derartiges Einknicken und Umfallen in rechtspopu-listische Positionen haben viele bis vor Kurzem noch für undenkbar gehalten. Unter kritischen Polito-logen macht bereits der Begriff eines in Spuren wieder sichtbar werdenden „Dollfuss-Syndroms“ die Runde, für das Konservative besonders empfänglich sind: Lieber selbst gegebenenfalls autoritärer und mit selbst-schädigendem Sozialabbau zu agieren, als dies anderen zu überlassen. Die Geschichts-losigkeit des naiven Außenministers und der jetzigen ÖVP-Spitze mag viele schockieren, dass Sozial-demokraten diesen Weg nun über weite Strecken mitgehen, verwundert nur jene Parteigänger in der SPÖ, die das permanent angepeilte Naheverhältnis ihres Kanzlers zum mächtigsten Boulevard-medium dieses Landes nie problematisch fanden. Die politisch verstört wirkende Zivilgesellschaft, die durch ungezählte Initiativen und Aktivitäten unterschiedlichster Gruppen und Kreise sowie durch das enorme Engagement vieler Einzelpersonen die Probleme der flüchtenden Menschen entscheidend zu bewältigen half und damit eine humanitäre Katastrophe in Österreich verhinderte, hat bisher noch zu keiner gültigen, gesellschaftspolitisch wirksamen Artikulation gefunden.
    Symptomatisch dafür sind die Aufbruch-Appelle von 66 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die über die Bundesländer-Zeitungen vor einigen Wochen lanciert wurden. In ihrer Diversität und Adressatlosigkeit verfehlten sie wie öffentlich präsentierte Wut-Bürgerinnen das, was zentral
    ergriffen, thematisiert und eingefordert werden muss.
    Im Kern geht es heute in Österreich um dieses Europa der Menschenrechte, dem wir Frieden und Wohlstand verdanken. Denn dieses Europa ist tatsächlich in Gefahr. Blind müssen alle sein, die nicht sehen, dass die politisch extreme Rechte das Flüchtlingsthema im Hintergrund auch dazu benutzt, durch das Hochziehen von Grenzzäunen einen neuen Nationalismus zu etablieren, der gleichzeitig massive ausländerfeindliche Haltungen begünstigt und dafür auch die Europäische Integration aufs Spiel setzt. Da wurde nun durch die offizielle österreichische Regierungspolitik eine Destabilisierung des Balkans und Griechenlands riskiert, durch Abschottungspolitik Grundregeln der Europäischen Verträge außer Kraft gesetzt. Domino-Effekte wurden offiziell in der Regierung beklatscht, die huma-ne Katastrophen einkalkulieren und auch davor nicht haltmachen, das Ertrinken von Flüchtenden im Mittelmeer zum Anathema zu machen. Diese letztlich so perspektivlose „end-of-pipe“-Politik von Innen- und Außenministerium getraut sich nun Kritik an dem höchst problematischen Türkei-Flüchtlingsdeal zu üben, erneut boulevardgetrieben.
    Gefordert gewesen wäre eine glaubwürdige, überzeugungsmächtige Differenzierung zu diesem Pakt, der die Kurden und die kritische Opposition in der Türkei Erdogan ans Messer liefert, was zusätzlich Flüchtlingsbewegungen von Hunderttausenden nach Europa auslösen kann, ohne die momentanen einigermaßen menschenrechts-konform zu gestalten.

    EUROPÄISIERUNG ALS GESAMTGESELLSCHAFTLICHER UND KULTURPOLITISCHER AUFTRAG

    Längst müsste allen klarwerden, dass dieses Europa, die Union, nicht ausreichend fertiggebaut wurde. Der Verfassungskonvent, den Giscard d‘Estaing geleitet hatte und in dem der österreichische EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber als Berichterstatter eine bedeutende Rolle gespielt hatte, war an den kleinkarierten Interessen der nationalstaatlichen Regierungen gescheitert.
    Momentan durchlaufen die Bevölkerungen der EU-Staaten nun die zumindest dritte Krise, die dieses unfertige Konstrukt deshalb besonders tiefgehend erschüttern konnten: Zuerst die Lehmann- Brothers-, Banken- und Wirtschaftskrise, dann die Griechenland-Spekulations- und Eurokrise und nun die Flüchtlingskrise. Die Flüchtlingskrise scheint die elementarste Herausforderung an diese Staatengemeinschaft zu sein.
    Bemerkenswert dabei ist, dass sich die Bürgerinnen der Union laut einer EU-weiten Umfrage in ihrer Gesamtheit mit einer großen Mehrheit für die Europäisierung der Flüchtlingsfrage aussprechen. Es scheint, als folgten die nationalen Regierunen da einem anders geleiteten Interesse. Kein anderes kontinentales Problem dieser Dimension würde jedoch so eindeutig ein koordiniertes, gemeinschaftliches Vorgehen erfordern, weil die Problem-Bewältigung schlichtweg nicht nationalstaatlich gelöst werden kann.
    Deshalb bräuchte es, ausgehend von der momentan bestehenden, prekären Situation eine breite, zivilgesellschaftliche Initiative, die auf politische Boulevard-Akteure bewusst verzichtet. In einem ausdauernden Prozess müsste im Dialog und unter Beteiligung breitester Kreise der Bevölkerung für die Unterstützung einer Initiative zur Europäisierung der gesamten Flüchtlingsmaterie geworben werden:
    1. Europäisierung der gesamten Flüchtlingspolitik
    2. Gemeinsame Finanzierung des Flüchtlingswesens durch alle EU-Staaten
    3. Gemeinsame, gleichwertige Aufnahmeverfahren in allen EU-Staaten
    4. Gemeinsame, gleichmäßige Verteilung der Flüchtlinge in Mindest-Kontingenten für ganz Europa
    5. Möglichkeit der Bereitstellung von Ersatzleistungen, falls die Aufnahme von Flüchtlingen nicht
    im geforderten Umfang geleistet werden kann
    6. Umverteilung von Transferzahlungen, wenn einzelne Europäische Staaten sich weigern, diesem
    Modell entsprechende Teilleistungen zu erbringen.
    7. Legale Zugänge nach Europa
    Diese Initiative würde auch innerösterreichische Ziele verfolgen. Es geht auch darum, tiefgreifende Spaltungen in der Bevölkerung zu verhindern und zu überwinden. Die Zivilgesellschaft ist gefordert. Wenn ein Abgleiten in extrem rechte, autoritäre und nationalistische Übergänge in Österreich gestoppt und wieder Boden unter den Füßen für kooperatives, solidarisches Handeln mit und unter den Europäischen Staaten gefunden werden soll, müssen rasch Wege für eine derartige von EU-Bürgerinnen getragene Europäische Initiative gefunden werden. Dies wäre ein Aufbruch. Fremdschämen für eine Regierung, die sich mit den Freiern der Neuen Rechten prostituiert, genügt nicht.

    Andreas Postner

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